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Firmengeschichte

Der Weg zur Gründung der Tochtergesellschaft Okuvision
Im Rahmen der Grundlagenforschung zum Retina Implantat wurde auch die Wirkung langdauernder elektrischer Stimulation auf die Retina überprüft. Die gemeinsam vom NMI Reutlingen und der Universitäts Augenklinik Tübingen durchgeführten Arbeiten wurden durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des BIOPROFILE-Programms gefördert.

Dabei stellte sich heraus, dass die elektrische Stimulation zu Gewebeveränderungen führt, die normalerweise auf Heilungsvorgänge hinweisen. Im Rahmen dieser Untersuchungen erkannte Dr. Wrobel als erster, dass mit elektrischer Stimulation eine Degeneration der Netzhaut möglicherweise aufgehalten werden kann. Eine solche Degeneration, die auch die Ursache für die Krankheit Retinitis Pigmentosa (RP) ist, führt zum allmählichen Verlust des Sehvermögens. Dr. Wrobel stellte die Hypothese auf, dass an RP erkrankte Menschen mit einem Restsehvermögen durch Elektrostimulation geholfen werden kann.

Seine Recherchen zum Forschungsstand ergaben, dass frühere Ansätze der elektronischen Stimulation – auf Grund fehlender Vergleichsgruppen oder unkorrekter Bestimmung des Sehvermögens – nicht dazu geeignet waren, wissenschaftlich überzeugenden Wirksamkeitsnachweise zu liefern. Andererseits gab es durchaus Hinweise ausländischer Arbeitsgruppen, die in ganz anderem Zusammenhang, ähnliche Phänomene beobachtet hatten. Für die Forschungen besonders hilfreich waren die  umfangreichen Erfahrungsberichte der Universitäts-Augenklinik Tübingen, die während der Vorbereitung und Durchführung der klinischen Pilotstudie zum Retina Implantat gewonnen werden konnten. Darin berichteten Patienten über eine subjektive Verbesserung des Helligkeitsempfindens auch nach der Entfernung des Retina Chips.

Ein ausgearbeiteter Vorschlag zur Durchführung einer wissenschaftlich sauberen klinischen Studie fand die Zustimmung der Retina Implant Investoren, die auch finanzielle Unterstützung zusagten. Da der Ansatz der präventiven Therapie der Netzhautdegeneration durch Elektrostimulation komplementär zur Implantation eines Retina Chips ist, wurde beschlossen, die 100% Tochtergesellschaft OKUVISION zu gründen.


Die Okuvision-Pilot-Studie
Im Rahmen der Okuvision-Studie wurden insgesamt 60 Patienten aus Süddeutschland mit unterschiedlichen Krankheitsbildern rekrutiert, davon allein 24 Patienten für das Krankheitsbild Retinitis Pigmentosa, die in drei Gruppen mit jeweils acht Personen behandelt wurden.

Die Anfang 2010 durchgeführte Analyse der Daten ergab, dass eine geeignete elektrische Stimulation positive Auswirkungen auf das Gesichtsfeld von Retinitis-Pigmentosa-Patienten hat (Schatz, et al, IOVS Juni 2011).


Die Entwicklung des OkuStim-System
Die Ergebnisse der Okuvision-Studie waren Anlass für die Okuvision GmbH, mit Hochdruck ein entsprechendes Stimulationssystem zu entwickeln.

Der Partner für die Entwicklung der Elektronik war dabei die Multichannelsystems GmbH, ein weltweit führender Anbieter von Mikroelektroden-Arrays, die zur Untersuchung elektrischer Vorgänge in biologischen Proben genutzt werden.

Die Entwicklung des OkuStim-Systems wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Rahmen der Zentralen Innovationsoffensive Mittelstand (ZIM) gefördert.

Zur Vorbeugung des Sehkraftverlustes wird das OkuStim-System aktuell europaweit im Rahmen von Studien zur Verfügung gestellt.