Ihr Weg zur TES Therapie mit dem OkuStim® System

Ihr Weg zur TES Therapie mit dem OkuStim® System

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Beratung

Der erste Schritt zum Ihrem OkuStim System ist der Besuch in einem TES Kompetenzzentrum. Sämtliche Fragen zu Diagnose und Therapieeignung werden hier mit Ihnen geklärt.
Sollten Sie dennoch Fragen rund um die Behandlung von Retinitis pigmentosa mit dem OkuStim System haben dann nehmen Sie gerne direkt Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns, Sie kennenzulernen.

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Diagnose und Therapieeignung

Die TES Therapie ist geeignet für die Behandlung von Retinitis pigmentosa sowie anderen generalisierten erblichen Netzhauterkrankungen, wie Zapfen-Stäbchen-Dystrophie, Choroideremie oder Usher-Syndrom. Beim Besuch in der Augenklinik stellt Ihr Arzt fest, ob die TES Therapie die passende Behandlungsmethode für Sie und Ihr Krankheitsbild ist. Sie erhalten dann eine Verordnung für das OkuStim System.

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Bestellung des OkuStim Systems

Mit der Verordnung können Sie Ihr OkuStim System direkt bei einem unserer Low-Vision Partner bestellen. Die Kontaktadressen finden Sie hier.

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Training

Grundsätzlich können Sie nach der initialen Therapieanpassung durch den Arzt die TES Therapie unabhängig daheim anwenden. Sollten Sie sich unsicher fühlen, empfehlen wir jedoch, die ersten drei bis vier Sitzungen zum Training bei einem unserer Low-Vision Partner oder in einem qualifizierten Kompetenzzentrum zu absolvieren.

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Anwendung

Die Therapie wird einmal pro Woche für je 30 Minuten angewandt. Die Dauer und Stimulationsstärke werden von Ihrem Arzt in Ihrem OkuStim für Sie voreingestellt.

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Kontrolluntersuchung

Alle sechs Monate ist eine Kontrolluntersuchung in einem OkuStim Kompetenzzentrum erforderlich. Dabei wird untersucht, inwiefern die TES Therapie den Krankheitsverlauf bei Ihnen beeinflusst und ob evtl. die Stimulationsstärke angepasst werden muss. Bei dieser Kontrolluntersuchung erhalten Sie auch ein Rezept für die OkuEl Elektroden, die Sie wiederum bei einem unserer qualifizierten Low Vision Optiker beziehen können.

Kliniksuche und Low-Vision Partner


Kostenerstattung von OkuStim®

Bereits 2017 hat ein Landessozialgericht entschieden, dass auf Grundlage des § 2 Abs. 1a SGB V ein Anspruch auf Kostenerstattung für die Behandlung mit der Transkornealen Elektrostimulationstherapie unter Verwendung des OkuStim-Systems besteht, wenn sich die Krankheit nahe dem Endstadium und damit der Erblindung befindet, da eine medizinische Therapie derzeit nicht zur Verfügung steht und die Transkorneale Elektrostimulationstherapie eine nicht ganz entfernt liegende Aussicht auf eine spürbare positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf bietet (Entscheidung des LSG Rheinland-Pfalz vom 10.11.2017; Az.: L 5 KR 92/17). Diese Entscheidung wurde im Einzelfall auch durch weitere Urteile bestätigt, zuletzt durch das Sozialgericht Stuttgart  (Urteil vom 18.06.2019, S 9 KR 1689/18). Mehr erfahren Sie hier.

Zwar ist die TES Therapie mit dem OkuStim System, wie oben bereits beschrieben, bislang noch eine Selbstzahlerleistung. Krankenkassen können allerdings auf Antrag des Patienten im Rahmen einer so genannten Einzelfallprüfung entscheiden, ob sie die Kosten der Verordnung übernehmen und der Patient die gewünschte Leistung erhält. Sollte ein Antrag abgewiesen werden, steht es Patienten frei, Widerspruch einzulegen. Beim Widerspruchsverfahren können sich Betroffene z.B. von der Rechtsberatungsgesellschaft des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes e. V. (DBSV) unterstützen lassen. Für DBSV Mitglieder sowie Mitglieder von Pro Retina, dem DVBS, der DUAG, LMU und dem BEBSK ist die Beratung kostenlos.

Kontakt:

rbm gemeinnützige GmbH
Rechte behinderter Menschen
Biegenstraße 22
35037 Marburg
https://www.rbm-rechtsberatung.de/